Deutscher Waldensertag in Mutschelbach
Palmbach und Untermutschelbach haben gemeinsame Waldensergeschichte.
Sonntag, 26. September 2010 von 10:00 - 18:00 Uhr
mit Gottesdienst um 16:00 Uhr in der Waldenserkirche
10:00 Uhr Eröffnung in der Sommerfesthalle
10:30 Uhr Einführungsreferat "Waldensermuseen: Nur Vergangenheit oder Torin die Zukunft?" (Dr. Martin Treu, Direktor des Luther-Hauses Wittenberg)
11:00 Uhr Impulsreferate in der Grundschule Mutschelbach:
+ Aufbau und Gestaltung eines Waldensermuseums (Albert de Lange)
+ Die geistliche Ausrichtung eines Waldensermuseums (Thomas Ende)
+ Zukünftige Darstellung und Aktivitäten eines Waldensermuseums (Dr. Kai Weidemann)
12:30 bis 15:30 Uhr Mittagessen, Kaffee und Kuchen in der Sommerfesthalle,+ Möglichkeit zum Kennenlernen der Gemeinde (Führungen),
+ Waldensermuseen stellen sich vor (Grundschule)
16:00 Uhr Abschlussgottesdienst mit Abendmahl und Reisesegen in der Waldenserkirche mit Prälat i.R. Dr. Barié (Predigt), Prädikantin Claudia Ewald (Liturgie), Herbert Temme (Präsident der Deutschen Waldenservereinigung) und dem Kirchenchor Mutschelbach
Aus der Palmbacher und Mutschelbacher Geschichte
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden ca. 2.800 französischen Waldenser aufgrund des Ausweisungsediktes vom 1. Juli 1698 durch Viktor Amadeus II., Herzog von Savoyen, aus ihrer Heimat vertrieben.
Im Jahre 1701 haben die Waldenser, die wegen ihres evangelischen Glaubens die Tälern nahe der heutigen französisch-italienischen Grenze verlassen mussten, bei Grünwettersbach eine neue Heimat gefunden und die Gemeinde La Balme - heute Palmbach - gegründet.
Eine Gruppe von 450 Waldensern, die aus dem Pragelatal stammten, kamen im Jahre 1698 nach Hessen - Darmstadt (heute Mörfelden – Walldorf). Die Menschen aus den Dörfern La Balme, Roure und Méan stammten, sollten bei Mörfelden angesiedelt werden. Nach ca. 3 Jahren zog der größte Teil der Gruppe weiter nach Württemberg und Baden, hierunter waren auch die späteren Palmbacher und Mutschelbacher Waldenser. Nur wenige Familien (62 oder 65 Personen) blieben in Walldorf.
28 Waldenserfamilien mit 111 Personen erhielten am 4. Februar 1701 von der württembergischen Regierung die Erlaubnis sich auf dem verwilderten Ackerland zwischen Grünwettersbach und Stupferich, sowie Langensteinbach anzusiedeln. Sie gründeten den Waldenserort Palmbach. Außer nach Palmbach kamen die Waldenser, die aus den Orten La Balme und Roure stammten, auch nach Mutschelbach (Untermutschelbach). Dort wurden 59 Personen untergebracht. Diese zwei Orte gehörten damals zu Württemberg.
Bis 1978 hatten die Gemeinden Palmbach und Untermutschelbach einen gemeinsamen evangelischen Pfarrer.





