Text des KVV: (Entnommen aus
www.kvv.de)
Änderungen zu 29.03.2009:
Nightliner wird optimiert und steuert neue Ziele an
(awi)
Das seit Dezember 2008 in Karlsruhe durchgängig an sieben Tagen in der
Woche verkehrende Nachtnetz „Nightliner“ wird zum 29. März optimiert und
besser auf das Tagnetz der Bahnen und Busse abgestimmt. Der erste Knoten
des Nachtnetzes startet künftig um 1.30 Uhr. Bis gegen 1 Uhr verkehren
alle Linien der Bahnen und Busse im gewohnten Takt des Spätverkehrs.
„Damit kommen wir den zu dieser Zeit den ÖPNV nutzenden Fahrgästen
entgegen, die sich beispielsweise nach einem langen Theaterabend oder nach
dem Besuch einer Spätvorstellung im Kino auf den Heimweg machen“, sagt Dr.
Walter Casazza, der Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV).
An Samstagen und Sonntagen wird außerdem um 6 Uhr ein zusätzlicher
Nightliner-Knoten eingeführt vor dem letzten Knoten um 6.30 Uhr.
Für Berufspendler
setzt von Montag bis Freitag künftig das Tagnetz bereits gegen fünf Uhr
morgens ein. Dadurch verbessern sich Verbindungen im Nahbereich, etwa für
Pendler, die von Durlach-Aue oder auch von Daxlanden in Richtung
Innenstadt fahren. Durch den ab dieser Zeit ohnehin dichten 20- und wenig
später 10-Minuten-Takt bei den Bahnen wird der bisherige Nightliner-Knoten
um 5.30 Uhr aufgelöst. „Wir reagieren mit den Verbesserungen auf die
Anregungen unserer Fahrgäste, die uns in den ersten Monaten des
Nightliner-Betriebs erreicht haben“, sagt Dr. Walter Casazza.
Für Aue und das
Lohn-Lissen-Gebiet wird das neue Anruflinientaxi ALT 16 in das
Nightliner-Angebot eingebunden. Von dieser Linie werden die Haltestellen
der Tram 2 und der Buslinie 42 angesteuert. Für Nachtschwärmer, die zum
Geigersberg, in die Bergwald-Siedlung oder nach Hohenwettersbach
heimkehren, fährt die Linie NL 6 bei Bedarf auch dorthin. Wer von dort in
die Stadt möchte, kann sich der Anruflinientaxis 11 und 12 bedienen.
Zusätzlich verkehrt auch ein Anruflinientaxi als Zubringer nach Durlach im
Uhrzeigersinn entgegen der gewohnten Fahrtrichtung des NL 6.
Unverändert bleiben
die Grundelemente des Nachtliniennetzes: Grundsätzlich verkehren die
Nightliner an allen Tagen der Woche ab 1.30 Uhr bis 4.30 Uhr
beziehungsweise samstags und sonntags bis 6.30 Uhr und ermöglichen so in
Karlsruhe, dass Fahrgäste an jedem Tag der Woche unabhängig von der
Tageszeit den ÖPNV nutzen und sich auch ohne Auto sicher in der Stadt
bewegen können. Durch das Rendezvous-Prinzip ist stündlich eine Fahrt von
jedem Stadtteil in einen anderen möglich. Die Verknüpfung von
Tramstrecken, Buslinien und Anruflinientaxen stellt auch in den
Nachtstunden eine flächendeckenden ÖPNV sicher. Das Haltestellennetz ist
nicht nur dicht, sondern durch „Halten auf Zuruf“ für Busfahrgäste auch
flexibel. Die Anruflinientaxis bringen die Fahrgäste auf Wunsch und gegen
nur einen Euro Gebühr direkt vor die Haustür.
Der „Nightliner“
wird seit seiner Einführung am 14. Dezember 2008 intensiv genutzt. Bis
Ende Februar hatte er montags bis freitags in der Zeit zwischen 1.30 Uhr
und 4.30 Uhr insgesamt knapp 44.000 Fahrgäste. „Das sind viele neu
gewonnene Kunden hinzugekommen, da es zu diesen Uhrzeiten unter der Woche
zuvor kein vergleichbares Angebot gab“, stellt Casazza fest. An den
Samstagen und Sonntagen hatte der „Nightliner“ seit seiner Einführung
46.000 Fahrgäste, so dass sich insgesamt knapp 90.000 Bürger für die Fahrt
im Karlsruher Nachtnetz entschlossen haben. NL 4 fährt künftig auch die
Haltestelle Hauptfriedhof an. |