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Roland Jourdan
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EINLADUNG
zur Ausstellung aus den
Bildersammlungen von Heinz Barth und Albert Schneller
Mit Arbeiten in Oel, Lithographien, Zeichnungen, Holz- und
Linolschnitte
Ausstellungsdauer vom 02.01.2009 bis 09.01.2009
Ausstellungsort:
Aula der Heinz-Barth-Grund- und
Hauptschule Wettersbach Esslinger Straße 2 (Ehemals Carl-Benz-Schule)
Die Ausstellung ist geöffnet:
Samstag: 03.01.2009 16.00 – 19.00
Uhr
Sonntag: 04.01.2009 11.00 – 19.00 Uhr
Montag: 05.01.2009 16.00 – 19.00 Uhr
Dienstag: 06.01.2009 14.00 – 19.00 Uhr
Mittwoch: 07.01.2009 16.00 – 19.00 Uhr
Donnerstag: 08.01.2009 16.00 – 19.00 Uhr
Freitag: 09.01.2009 16.00 – 19.00 Uhr
Hier weitere Informationen und Fotos zur Ausstellung.
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Quelle:
Text und Bilder aus Wettersbacher Anzeiger |
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Erinnerungen an den Grünwettersbacher Maler Heinz Barth
 Heinz-Barth,
Fotografie
| Bericht aus
dem Jahre 2003:
Der Grünwettersbacher Maler und Bildhauer
Heinz Barth wäre im Jahre 2003 75 Jahre alt geworden.
Aus
diesem Anlass erinnerte die Ortsverwaltung Wettersbach vom 1. bis 9.
November 2003 im Foyer der Heinz-Barth-Grundschule mit einer Ausstellung
an den badischen Künstler. Lithografien, Aquarelle,
Bleistiftzeichnungen und Ölbilder prägen das bunte Lebenswerk von
Barth.
Seine Familie vermachte 1978 den Nachlass der Stadt
Karlsruhe mit dem Wunsch, das Andenken an den Künstler wach zu
halten. Rund 300 Werke sind heute im Besitz der Gemeinde. Eine
Auswahl hiervon, ergänzt durch 23 Leihgaben aus Privatbesitz ist bis
zum 09.11.2003 zu sehen.
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Die Ausstellung
umfasst sämtliche Themengattungen und Techniken und bietet durch alle
Schaffensphasen hindurch einen Überblick über die beeindruckende
Entwicklung dieses vielseitigen Künstlers. Ausgegangen war Barth vom
Naturstudium und vom Realismus, er suchte dann im Impressionismus und
Expressionismus breite Felder der Möglichkeiten ab, bis zur Abstraktion,
um die große, seinen Bildvisionen gemäße Gestalt zu finden. Dabei
bestechen viele seiner Bilder durch ihre vitale Kraft und spiegeln den
ganzen Farbenreichtum der Natur wieder. Einen besonderen Höhepunkt in
Barth's künstlerischer Entwicklung markierten seine Reisen nach Italien,
ins Tessin, nach Nordafrika und Spanien. In zahlreichen Werken hielt er
seine Eindrücke der bereisten Länder fest und malte viele Szenen mit
sensiblem Gespür für die Atmosphäre und die Lichtverhältnisse des Südens.
Um die Fülle seiner Ideen zu bannen, weitete er seinen Schaffensbereich
auch auf die Grafik aus, in der er bleibende Werte schuf. Ebenso lag ihm
die Monomentalkunst am Herzen. Beispiele in Grünwettersbach sind das
Sgrafitto an der Friedhofskapelle sowie die Glasfenster in der
evangelischen Kirche. Seine bildhauerischen Arbeiten haben die gleiche
künstlerische Überzeugungskraft wie seine Malerei. Eindruckstarkes
Beispiel war das Ostkreuz auf dem Friedhof, das witterungsbedingt vor
wenigen Jahren erneuert werden musste.
 Eine Schule
voller Bilder (2003) | Bewegt ist auch der Werdegang von Heinz Barth: Am
23. 02.1928 in Durlach geboren besuchte er die Volksschule in
Grünwettersbach, bevor er 1942 in die Lehrbildungsanstalt Lahr zur
Ausbildung zum Sportlehrer eintrat. Den Wirren des zweiten
Weltkrieges konnte er sich nicht entziehen. Nach seiner Rückkehr aus
der Kriegsgefangenschaft im Sommer 1945 zwang ihn eine schwere
Krankheit sein Berufsziel aufzugeben. Dies führte ihn geradewegs zur
Kunst: Zunächst besuchte Heinz Barth in den Jahren 1947 und 1948 die
Kunstgewerbeschule in Pforzheim und von 1948 bis 1953 die Staatliche
Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er Schüler der
Professoren Laible, Schnarrenberger und Heckel war. |
Geprägt vor allem von Heckel, ging er für einige
Semester an die Kunstakademien Nürnberg und München (1954) und schließlich
1955/56 an die Westberliner Hochschule der Bildenden Künste. Nach Abschluss
der Studienzeit blieb Heinz Barth als freischaffender Künstler noch einige
Zeit in Berlin, 1958 ließ er sich dann endgültig in seiner Heimatgemeinde
Grünwettersbach nieder. Sein Dasein gehörte fortan ganz der
künstlerischen Tätigkeit. Während dieser Jahre unternahm er Reisen nach
Italien, ins Tessin, nach Nordafrika und Spanien. Am 20. Oktober 1965
stirbt Heinz Barth im Alter von 37 Jahren in seinem geliebten
Grünwettersbach.
Er hat in seinem kurzen Künstlerleben ein
imposantes Werk geschaffen, ein Werk von erstaunlicher Vielfalt, Fülle und
Vollendung. Er hat alles daran gesetzt, immer das Beste, das Bestmögliche
zu schaffen. Seine Leistungen wurden durch die Verleihung von Preisen
gewürdigt: So erhielt er 1949 im Anfangssemester bereits einen Buchpreis
der Karlsruher Kunstakademie, 1951 einen Kunstpreis des Olympischen
Komitees München für das Bild "Slalom", 1954 einen Kunstpreis der Freunde
der Bildenden Kunst in München für das Gemälde "Am Mühlburger Tor", 1955
einen Kunstpreis der Akademie der Bildenden Künste in München für ein
Selbstbildnis, im gleichen Jahr den Kunstpreis der Jugend in der
Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden Und schließlich 1960 den 2. Kulturpreis
der Stadt Karlsruhe für das Gemälde "Steinbruch".
Was neben der
Erinnerung an den Menschen Heinz Barth bleibt, sind seine zahlreichen
Kunstwerke. Bereits ein Jahr nach seinem Tod fand im Grünwettersbacher
Rathaus die erste Gedächtnisausstellung statt. Aus Anlass der Schenkung
der Bildersammlung an die Stadt Karlsruhe im Jahr 1978 wurden seine Werke
in der Carl-Benz-Schule Grünwettersbach gezeigt.
 Kinder
entdecken Heinz Barth
| Danach gab es in den Jahren 1985 und 1998 zwei
weitere Ausstellungen zu Ehren von Heinz Barth. Die derzeitige Schau
birgt zwei Jubiläen, zum einen jährt sich das Schenkungsdatum zum
25. Mal. Und es findet zum ersten Mal eine Ausstellung in der
Ausstellung statt. Rektor Scholz von der Heinz-Barth-Grundschule hat
sich gesagt: "Bilder sollen nicht nur angeschaut werden. Nur wer
selbst den Pinsel in die Hand nimmt, kann sich in die Welt der
Künstler hineinversetzen." Daher hat das Lehrerteam dieses Thema
aufgenommen und mit den Zweit- und Drittklässlern eine Vielzahl von
Gemälden geschaffen, die im Foyer und im ersten OG betrachtet werden
können.
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 Dank an
Günther Löffler (l.)
| In seiner Eröffnungsansprache am 01.11.2003 begrüßte
Ortsvorsteher Frank die Wegbegleiter von Heinz-Barth, seine
Lebensgefährtin Lieselotte Bauer, Prof. Dr. Emil Wachter, sowie
zahlreiche politische Vertreter der Gemeinde. "Doch bekanntlich
steht vor jedem Erfolg ein hartes Stück Arbeit." Mit diesen Worten
dankte Frank dem Künstler Günther Löffler und würdigte dessen
Engagement, Einsatz, Arbeit, wodurch diese Ausstellung überhaupt
erst möglich geworden ist.
Eine Ausstellung lebt von ihren
vielen Besuchern, sie wird dann erst zum Erfolg, wenn sie in der
Bevölkerung auf ein nachhaltiges Interesse stößt. Darum belohnen Sie
die Initiatoren und alle, die sich um ihr Gelingen bemüht haben mit
Ihrem Besuch. Die Ausstellung ist noch bis 09.11.2003 geöffnet. Der
Eintritt ist frei. |
(Entnommen aus
Wettersbacher Anzeiger 06.11.2003) |
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Hier werden wir Ihnen demnächst weitere Werke
von Heinz Barth zeigen |
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© Roland Jourdan, Karlsruhe
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